KEHLER HAFEN – VOLKER MOLZ

Portraitserie 1/17

– Volker Molz, Hafendirektor –

„Panta rhei lautet der altgriechische Ausdruck, der bedeutet: Alles fließt. Zugeordnet wird diese Beobachtung dem griechischen Philosophen Heraklit. Und: Er hatte Recht! Deshalb ist der Kehler Hafen heute auch nicht mehr der, der er vor 25 Jahren war. Die Menschen in der Hafenverwaltung, die ich in ihrem Tun führen darf, sie sind es, die diesen kraftvollen Ort gehegt und gepflegt haben.

Seit fünf Jahren bin ich ein Teil davon – und sehe die wesentliche Aufgabe in meiner Führungsverantwortung darin, den Menschen Freiheit zu gewähren. Die Freiheit, die sie brauchen, um den Hafen weiter voranzubringen, ihn zu transformieren. Wenn alles fließt, muss man die Bewegungsfreiheit dafür haben, die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Sonst stockt es, läuft vielleicht über oder lässt untergehen.

Auch wenn wir Verwaltung heißen: Wir wären lieber eine Hafen-Macherei. Also machen wir. Damit der Hafen auch weiterhin das bleibt, was er ist: Ein Ort voller Energie, voller Bewegung, ein Ort der Materie, aber auch einer der menschlichen Werte. Nirgendwo sind diese spürbarer und mehr gefragt als dort, wo alles im ständigen Wandel begriffen ist: Panta rhei. Es ist mir eine Freude und eine Ehre, der Fließ- oder vielleicht doch besser der Transformationsmanager zu sein.“

Text: Doris Geiger

Buchprojekt: PANTA RHEI